Diversity – Unterschiede gruppendynamisch nutzen

Dass eine überdurchschnittliche Vielfalt sich bei uns immer wieder einstellt, hängt mit zwei Dingen zusammen: zum einen mit dem Entschluss, in Training und Fortbildung bewusst auf eine gute Mischung an Teilnehmenden aus Profit- und Non-Profit-Organisationen zu achten. Und zum anderen mit einer über Jahre gepflegten Beziehung zu ungarischen Kollegen, die ihre Landsleute auf unsere Angebote aufmerksam machen. Wir heißen sie gerne willkommen und finden dabei auch Wege, die Einkommensunterschiede zwischen den Ländern zu berücksichtigen.

Wie die Gruppendynamik nach Ungarn fand
Im Jahr 1998 wurde Karl Schattenhofer von seinem Freund Peter Mustó eingeladen, in Ungarn gruppendynamische Trainings zu veranstalten. Peter Mustó ist ein ungarischer Jesuit, der lange in München gearbeitet hatte. Nach diesen Veranstaltungen entwickelte sich eine sehr lebendige gruppendynamische Szene in Ungarn. Die Kollegen und Kolleginnen Peter Snir, Marianna Burcsik und Edina Wiesner waren die ersten ausgebildeten gruppendynamischen Trainer vor Ort. 2011 gründeten sie eine eigenständige ungarische Gesellschaft für Gruppen- und Organisationsdynamik (CSODA, www.csoportdinamika.hu). TOPS unterstützte und förderte diese Entwicklung von Anfang an, indem wir ungarische Interessierte in unsere Ausbildungskurse einluden. Die ungarischen Teilnehmer/innen sorgen in unseren Gruppen für internationale Vielfalt und eröffnen für alle Beteiligten weitere Lernmöglichkeiten.

So wird die Vielfalt bei TOPS produktiv
Unsere Teilnehmer/innen empfinden es als spannend, unterschiedliche Organisations-, Professions- und Herkunftskulturen kennenzulernen. Was anders ist, erfahren sie in den Ausbildungskursen hautnah. Sie erleben, wie zum Beispiel Entscheidungen getroffen werden oder was Teamarbeit für jeden Einzelnen bedeutet. In verschiedenen Feldern wird Führung unterschiedlich verstanden und es gibt unausgesprochene Regeln dafür, wie schnell oder langsam man „zur Sache kommen“ sollte.
Wir stellen regelmäßig fest, dass diese Unterschiede die Arbeitsfähigkeit der Gruppen besonders fördern können, wenn sie nicht unter den Tisch gekehrt werden. Außerdem lernen die Teilnehmenden in der eigenen Ausbildungsgruppe eine Menge darüber, wie Beratung in vielfältigen Teams wirksam wird.
Das Feedback ist eindeutig. Gerade die Vielfalt in den Ausbildungsgruppen wird als bereichernd erfahren, vor allem Unterschiede in diesen Bereichen:

  • Alter
  • Geschlecht 
  • Muttersprache
  • Profit-/Nonprofitbereich
  • Geistes-, natur-, gesellschaftswissenschaftliche Bildung
  • Führungskraft oder Berater
  • Selbstständige, Angestellte und Unternehmer
  • Deutsche, Ausländer oder Menschen mit Migrationshintergrund


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